Dienstag, 31. März 2015
Montag, 30. März 2015
Sonntag, 29. März 2015
Samstag, 28. März 2015
Zu einem Mönchsvater, der sich der Geselligkeit hingab,
kam einmal ein Jäger, der ihn wegen seines Nichtstuns spöttisch anredete.
kam einmal ein Jäger, der ihn wegen seines Nichtstuns spöttisch anredete.
Der Altvater forderte den Jäger auf, seinen Bogen zu spannen.
Der Jäger spannte mit aller Kraft,
aber der Altvater rief ihm zu: „Noch mehr, noch mehr!
Du mußt den Bogen noch stärker spannen!"
Der Jäger spannte mit aller Kraft,
aber der Altvater rief ihm zu: „Noch mehr, noch mehr!
Du mußt den Bogen noch stärker spannen!"
Der Jäger protestierte: „Der Bogen wird zerbrechen!"
Daraufhin antwortete ihm der Mönch:
„Auch der Mensch wird zerbrechen, wenn er überspannt ist. "
„Auch der Mensch wird zerbrechen, wenn er überspannt ist. "
Mittwoch, 25. März 2015
Dienstag, 24. März 2015
Die Gewalt als solche schafft nie Neues.
Das Neue muss schon da sein.
Vor allem müssen die Gesellschaftsformen,
die der Liebe im Wege stehen,
durch solche ersetzt werden, die sie fördern.
Es bleibt die Hoffnung,
dass die Menschen ihr eigenes Leiden erkennen,
das durch den Mangel an Liebe hervorgerufen wird.
Aus diesem Leiden
werden neue und starke Impulse zur Liebe erwachsen und
damit auch zum Leben.
Erich Fromm
Sonntag, 22. März 2015
Samstag, 21. März 2015
Ein Mann hatte sich in der Wüste verlaufen.
Später, als er seinen Freunden berichtete, was er durchgemacht hatte,
erzählte er auch, dass er verzweifelt niedergekniet sei
und Gott um Hilfe angefleht habe.
„Antwortete Gott auf dein Gebet?" wurde er gefragt.
„Oh, nein! Ehe er das tun konnte, tauchte ein Forschungsreisender auf, und zeigte mir den Weg."
Anthony de Mello
Freitag, 20. März 2015
Es gibt immer etwas,
was für den Menschen besser und
etwas, was für sie angenehmer ist.
Beide führen zu etwas Verschiedenem und
sind die Bindungen der Menschen.
Wer das Bessere wählt erlangt sein Heil.
Wer sich für das Angenehmere entscheidet,
der verfehlt den Sinn des Lebens.
Der Mensch hat stets die Wahl
zwischen dem Angenehmeren und dem Besseren.
Wenn er weise ist,
trifft er die rechte Entscheidung und
zieht das Bessere dem Angenehmeren vor.
Ist er töricht,
dann entscheidet er sich
für das Angenehmere,
für Reichtum und Sicherheit.
Katha Upanishade
Donnerstag, 19. März 2015
Mittwoch, 18. März 2015
Montag, 16. März 2015
Zu einer Zeit,
als in Afrika das Reisen noch sehr beschwerlich war, kämpfte sich ein
Forscher mit seinen Trägern durch dichtes Buschland.
Weil er nach drei Tagen sein Ziel erreichen wollte, trieb er sie immer wieder zur Eile an.
Zunächst ließen sie sich sein Drängen gefallen, dann aber setzten sie sich und blieben sitzen.
Die Sonne brannte heiß, die Luft flimmerte, nur ein paar Vögel sangen in die Stille hinein.
Der Forscher bat die Männer weiterzugehen, er drohte ihnen, er lockte sie.
Nichts half Sie blieben sitzen.
Endlich kam ihm die Idee, zu fragen: „ Warum verweigert ihr die Arbeit? Warum geht ihr nicht weiter? "
Und da sagte einer der Träger den Satz, den der Forscher wohl nicht mehr vergessen konnte:
Sonntag, 15. März 2015
Wir sind dann weise, wenn wir Gott die Entscheidung überlassen,
was Glück und was Unglück ist;
wenn wir ihm danken,
dass für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.
Dann werden wir ein wenig an der wunderbaren mystischen Vision der Juliana von Norwich teilhaben, die einen Ausspruch tat, der mir von allen, die ich je gelesen habe, der liebste und tröstlichste ist:
„Und alles wird gut sein;
Anthony de Mello
was Glück und was Unglück ist;
wenn wir ihm danken,
dass für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.
Dann werden wir ein wenig an der wunderbaren mystischen Vision der Juliana von Norwich teilhaben, die einen Ausspruch tat, der mir von allen, die ich je gelesen habe, der liebste und tröstlichste ist:
„Und alles wird gut sein;
und alles wird gut sein;
und alle Dinge, die es gibt,
werden gut sein!"Anthony de Mello
Donnerstag, 12. März 2015
Ich bin sehr zufrieden, daß Sie jeden Tag von neuem anfangen:
es gibt kein besseres Mittel,
das geistliche Leben zu einem guten Ende zu führen, als immer neu anzufangen und niemals zu denken, man habe genug getan.
Die Übung der Reinigung unserer Seele kann und soll nur mit unsrem Leben ein Ende finden.
Regen wir uns also über unsere Unvollkommenheiten nicht auf;
unser Vollkommenheit besteht eben darin,
daß wir die Unvollkommenheiten bekämpfen.
Wir können sie aber nicht bekämpfen,
wenn wir sie nicht sehen;
wir können sie nicht überwinden,
wenn wir ihnen nicht begegnen.
Unser Sieg besteht nicht darin,
daß wir sie nicht bemerken,
sondern darin,
daß wir uns ihnen nicht beugen;
es beugt sich ihnen aber der nicht, der sie als unangenehm empfindet.
Zur Übung der Demut müssen wir wohl hier und da in diesem Kampfe verwundet werden,
besiegt sind wir aber erst dann, wenn wir das Leben oder den Mut verloren haben...
Es ist ein Glück für uns, daß wir in diesem Kampfe immer Sieger sind, solange wir nur kämpfen wollen.
Franz von Sales
Mittwoch, 11. März 2015
Dienstag, 10. März 2015
Ein frommer und religiöser Mann hatte schwere Zeiten durchzumachen.
Er versuchte es nun mit folgendem Gebet:
„Herr, erinnere dich an all die Jahre, in denen ich dir diente,
so gut ich konnte und nichts dafür verlangte. Nun, da ich alt und bankrott bin,
möchte ich dich zum ersten Mal in meinem Leben um eine Gunst bitten,
und ich bin sicher, du wirst sie nicht abschlagen: lass mich in der Lotterie gewinnen."
Tage vergingen,
dann Wochen
und Monate.
Nichts geschah.
Schließlich rief
er eines Nachts voller Verzweiflung:
„Warum gibst du mir keine Chance, Gott?"
Plötzlich hörte er die Stimme Gottes:
„Gib mir auch eine Chance!
Warum kaufst du dir kein Los?"
Anthony de Mello
Montag, 9. März 2015
Manchmal stehen wir auf,
stehen wir zur Auferstehung auf
mitten am Tage
mit unserem lebendigen Haar,
mit unserer atmenden Haut.
stehen wir zur Auferstehung auf
mitten am Tage
mit unserem lebendigen Haar,
mit unserer atmenden Haut.
Nur das Gewohnte ist um uns.
Keine Fata Morgana von Palmen
mit weidenden Löwen
und sanften Wölfen.
Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken,
ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.
Und dennoch leicht
und dennoch unverwundbar
geordnet in geheimnisvoller Ordnung
vorweggenommen in ein Haus aus Licht.
Marie Luise Kaschnitz
mit weidenden Löwen
und sanften Wölfen.
Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken,
ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.
Und dennoch leicht
und dennoch unverwundbar
geordnet in geheimnisvoller Ordnung
vorweggenommen in ein Haus aus Licht.
Marie Luise Kaschnitz
Sonntag, 8. März 2015
Samstag, 7. März 2015
Freitag, 6. März 2015
Hören und sehen
Es
ist nicht einfach zuzuhören, vor allem dann nicht, wenn man sich über
eine Idee leicht erregt. Ja, auch wenn man nicht leicht erregbar ist,
ist es nicht einfach zuzuhören - hört man alles vom eigenen
vorprogrammierten, konditionierten, hypnotisierten Standpunkt aus. Man
interpretiert oft alles, was gesagt wird, nach dem einmal eingeprägten
Begriffsmuster.
Wie
jene Frau, die nach einem Vortrag über Ackerbau und Viehzucht fragt:
„Entschuldigen Sie, mein Herr, ich stimme hierin mit Ihnen völlig
überein, daß der beste Dung alter Pferdemist ist. Würden Sie uns aber
bitte noch sagen, wie alt genau die Pferde sein müssen?"
Wir haben alle unsere Standpunkte, oder?
Von diesen Standpunkten aus hören wir den anderen zu:
„Hast du dich aber verändert, Henry!
Du warst doch immer so groß, und jetzt kommst du mir so klein vor.
Du warst doch immer so stattlich, und jetzt erscheinst du mir so schmal.
Du warst doch immer so blaß, und jetzt bist du so braun.
Was ist mit dir los, Henry?"
Und Henry sagt: „Ich heiße gar nicht Henry, ich heiße John." –
„Ach, deinen Namen hast du auch geändert!" –
Wie will man solch einen Menschen zum Zuhören bekommen?
Anthony de Mello
Donnerstag, 5. März 2015
Wüste
Charles de Foucauld sagte einmal:
"Wenn das kontemplative Leben nur hinter Klostermauern oder im Schweigen der Wüste möglich wäre, dann müßten wir, um gerecht zu sein jeder Familienmutter ein kleines Kloster geben und den Luxus einer kleinen Wüste dem Hilfsarbeiter, der im Lärm einer Stadt leben muß, um hart sein Brot zu verdienen.
"Kontemplation auf den Straßen": Das ist die Aufgabe von Morgen.
Bring ein wenig Wüste in dein Leben,
verlaß von Zeit zu Zeit die Menschen,
such die Einsamkeit, um im Schweigen und anhaltenden Gebet deine Seele zu erneuern!
Das ist unentbehrlich. Das bedeutet "Wüste" in deinem geistlichen Leben.
Eine Stunde am Tag, ein Tag im Monat,
acht Tage im Jahr, länger, wenn es nötig ist, mußt du alles und alle verlassen, um dich allein mit Gott zurückzuziehen.
Wenn du das nicht suchst, wenn du das
nicht liebst, mach dir keine Illusionen.
Anders wirst du nie zum kontemplativen Gebet kommen.
Denn nicht Alleinsein wollen - obwohl man es könnte - um die innige Nähe Gottes zu kosten, ist ein Zeichen, daß es an dem Grundelement der Beziehung zum allmächtigen Gott fehlt:
an der Liebe.
Ohne Liebe aber ist keine Offenbarung möglich.
Aber die Wüste ist nicht der endgültige Ort.
Sie ist eine Zwischenstation.
Mittwoch, 4. März 2015
Zurück?
Meine Seele fror
als ich sah
daß Du nach langem
schweigend schönem Aufstieg
an einer Gabelung
den Weg zurück ins Tal
Dir wähltest
und es schien
als sei das hart Erkämpfte
Dir auf einmal viel zu viel
Doch eine innere Stimme
wärmte mich
und ließ es ich verstehen
und jetzt weiß ich
daß wir zurück
in unsere alten Höhlen gehen
wenn wir etwas vergessen haben
um zu erlösen
was sonst ja nur verlassen wäre
und sei es nur
der große warme Schal
erfahrungsreiner Güte
der jeden Gipfelsucher
vor innerer Kälte schützen muß
Geht der Weg
auch noch so steil nach unten
in Wahrheit gibt es
kein Zurück in dieser Welt
auch die Erde kehrt nicht um
wir gehen scheinbar nur zurück
um uns noch besser auszurüsten
und wenn zwei Menschen
sich auch noch so sehr
zu trennen scheinen ...
am Ende
warten wir doch alle aufeinander.
Peter Horton
Dienstag, 3. März 2015
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