Sonntag, 7. Oktober 2012


Gott segne dich.
Mögest du erfahren, daß er dich findet,
wenn du dich selbst aufgegeben hast.
Mögest du erleben, wie er dich küßt,
wenn du glaubst, daß niemand dich liebt.
Mögest du erfahren, daß er nach dir sucht,
wenn du ganz grau geworden und
im Dunkeln liegst.
Mögest du seine Stimme hören,
wenn Lärm dich betäubt hat,
mögest du seine heilende Hand
auf deiner Schulter spüren,
wenn du neue Kraft brauchst.

Samstag, 6. Oktober 2012

Wenn man glücklich sein möchte, kann man es augenblicklich sein.
Das Glück liegt in diesem Augenblick.
Wenn man jedoch noch glücklicher sein will oder glücklicher als die anderen,
zeigt man alle Eigenschaften eines unglücklichen Menschen,
denn Glück ist unvergleichlich.
Solche Wünsche sind unerfüllbar.
Man kann nur so glücklich sein wie man selbst ist;
das Glück der anderen lässt sich nicht messen.


Anthony de Mello

Freitag, 5. Oktober 2012



Das Pferd macht den Mist im Stalle,
und obgleich der Mist einen Unflat
und Stank an sich hat,
so zieht dasselbe Pferd
doch den Mist mit großer Mühe
auf das Feld,
und dann wächst daraus edler,
schöner Weizen
und der edle, süße Wein,
der nimmer so wüchse,
wäre der Mist nicht da.

Also trage deinen Mist -
das sind deine eigenen Gebrechen,
die du nicht abtun
und ablegen noch überwinden kannst, -
mit Müh und mit Fleiß
auf den Acker
des liebreichen Willens Gottes
in rechter Gelassenheit deiner selbst
.

JOHANNES TAULER

Donnerstag, 4. Oktober 2012


Führ dir die Dinge vor Augen, die dich unglücklich machen und schau, ob du auf diesen Satz stößt, den du dir fast unbewusst sagst: 

„Wenn ich dieses oder jenes nicht erreiche, weigere ich mich, glücklich zu sein." 

„Wenn ich das nicht bekomme oder jenes nicht geschieht, kann ich einfach nicht glücklich sein."

Anthony de Mello

Mittwoch, 3. Oktober 2012



Halt an! Wo läufst du hin!
Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.

ANGELUS SILESIUS


Dienstag, 2. Oktober 2012


Die Seele ist in ihrem Zusammenspiel mit dem Körper gewissermaßen auf »Diskretion« eingestellt. Sobald der Mensch »indiskret« isst oder trinkt oder sich andere »Indiskretionen« gestattet, läuft er Gefahr, die seelischen Kräfte zu überanstrengen.

Man sollte alles mit Maßen und Vernunft,
also »diskret« tun – und dabei bedenken,
dass wir nicht im Himmel leben.
Hildegard von Bingen

Montag, 1. Oktober 2012



 OKTOBER - Texte sind noch auf dem Weg 
          ;-)))             ;-)))             ;-)))             ;-)))             ;-)))             ;-)))         




auf dem Weg in Österreich
 © Bernd H Brang

Siesta in Österreich   
 © Bernd H Brang

Barfüßerkirche in Erfurt
    © Bernd H Brang