Dienstag, 5. September 2017

05.09.17 Anreise nach Görlitz_Bilder

Jakobuskathedrale in Görlitz

05.09.17 Anreise nach Görlitz

Wenn Pilger mal an seinem Startpunkt ist läuft er schon von alleine los ... Bis er aber dort hinkommen tun tut tut ...
Am frühen Morgen in auf dem Bahngleis:  der ICE Train nach Ffm hat ca 5 Minuten Verspätung ... kurze Zeit später: der Zug hat wenige Minuten Verspätung ...  ist das jetzt mehr oder weniger als 5 min ? Er fuhr dann 7 min später ab.  Rechtzeitig, um in Frankfurt gemütlich zu dem Gleis zu gehen wo der EisTrain nach Dresden bereit gestellt wurde ... erst mit 10, dann mit 15 und schließlich mit 30 min Verzögerung 😜🙃😜🙃😂🙃😂🙃
Für mich neu ist, daß dafür jetzt eine  Begründung geliefert wird: Wegen Verzögerung bei der  Bereitstellung verzögert sich die Abfahrt 😃😂😅😃😉.
Dann im Zug war auf meinem Platz eine andere Reservierung angezeigt, aber an einen anderen Platz meine Strecke 😂😜😜😜 und genügend Platz für alle, sodaß ich immer in Fahrtrichtung fahren und dösen konnte 😉.
Jetzt bin ich gemütlich durch Görlitz gelaufen - ein wirklich wunderschönes Städtchen, das die östlichste Stadt Deutschlands ist ... in mitten desselben sicher eine TouriMagnet erster Klasse!!!!
Schade, aber so ist die Geographie halt.
Meine erste Pilgerherberge ist in der Wohnung  einer Familie ... wie wohl auch in den Anfängen des Pilgern. Beeindruckt das Vertrauen und die Offenheit.
Nachdem Elisabeth und ich 2010 (die Frau war ganz überrascht, daß sie schon so langer die Pilgerherberge hatte) Via Regia nach Westen von hier aus starteten werde ich also jetzt nach Süden aufbrechen - in Richtung Prag.
Frau W. ist den Weg vor einigen Jahren gelaufen und stimmt nicht so ganz in den Optimismus der Pilgerbeschreibung ein, daß der Weg so gut beschrieben sei, daß ein paar Bemerkungen ausreichen würden ... Tschechische Sprache kann ich kein Wort .... also ein Abenteuer ...
Schaun mer mal ...
Gott sei Dank hat eine tschechische Freundin schon für mich Übernachtungen  bis Prag reservieren können!!!
So viel vom Pilgeralltag der Anreise.



Der Ball des Gehorsams (1)

‚Wir haben auf der Flöte gespielt und ihr habt nicht getanzt’

Heute ist 14. Juli.
Jedermann geht zum Tanz.
Allerorten, seit Monaten, Jahren, tanzt die Welt.
Je mehr man drin stirbt, umso mehr tanzt man.
Wogen des Krieges, wogender Ballsaal.

Das Ganze macht wirklich viel Lärm.
Die ernsthaften Leute haben sich schlafen gelegt.
Die Mönche singen die Matutin
Vom heiligen König Heinrich.
Ich aber denke an den anderen König,
den König David, der vor der Bundeslade tanzte.

Denn wenn es auch viele heiligmässige Leute gibt,
die nicht gern getanzt haben,
So gibt es doch auch Heilige,
denen der Tanz ein Bedürfnis war,
So glücklich waren sie zu leben:
Die heilige Teresa mit ihren Kastagnetten,
Johannes vom Kreuz mit dem Jesuskind auf dem Arm,
Und Franziskus vor dem Papst.
Wenn wir wirklich Freude an dir hätten, o Herr,
Könnten wir dem Bedürfnis, zu tanzen, nicht widerstehen
Das sich über die Welt hin ausbreitet.
Und wir könnten sogar erraten,
Welchen Tanz du getanzt haben willst,
indem wir uns den Schritten deiner Vorsehung überliessen.


Madeleine Debrél

Montag, 4. September 2017





                                              Das, worauf es 
                                              im Leben am meisten ankommt, 
                                              können wir nicht voraus berechnen.                                               
                                               Die schönsten Freuden 
                                              erleben wir immer dann, 
                                              wenn wir sie am wenigsten erwarten.

                                                                                    Hermann Hesse

Sonntag, 3. September 2017




Lass also deinen Willen.
Du kannst ohnedies nicht verantworten, 
was du tust und was durch dich geschieht.

Lass dich führen

Lass einmal deine Pläne.
Dein Leben findet seinen Sinn nicht mit dem, 
was du von deinen Plänen erreichst. 
Vertraue dich dem verborgenen Plan an, den Gott mit dir hat.
Er kennt dich.

Lass auch einmal deine Sorgen um andere Menschen. 
Du besserst wenig mit deinen Sorgen. 
Tu, was nötig ist. Aber vertraue der Sorge, die in Gottes Willen am Werk ist.

Lass deine Angst vor deinem eigenen Versagen.
Du brauchst weder ein vollkommener 
noch ein wichtiger noch ein allseits geachteter Mensch zu sein.
Wichtiger ist, dass du weißt: Ein gesegneter Mensch wirst du sein nach seinem Willen

Lass alle ungelösten Fragen.

Lass alle Mühe, die du mit dir selbst hast, 
dann und wann ganz und gar stehen oder liegen zu lassen. 

Lass alle verkrampften Erwartungen an dich oder an die Menschen. 
Du wirst auf deine Fragen in dieser Welt keine Antwort finden 
außer dem Vertrauen, dass es einen Augenblick geben wird, 
in dem dir die Wahrheit aufgeht.

Renne nicht gegen verschlossene Türen.
Bleib stehen mit Gelassenheit und Geduld. 
Eines Tages werden sie sich öffnen und du wirst Gott begegnen.

Lass dich selbst.
Du lebst in der Hand Gottes. Und das gilt.

Jörg Zink 

Samstag, 2. September 2017



                              DESIDERATA (8)




                              Lebe sorgfältig. 

                              Versuche glücklich zu sein.

Freitag, 1. September 2017





                              Es ist wichtig,
                              von Zeit zu Zeit innezuhalten,
                              zu sich selbst zu kommen
                              und nur zu sein.
                              Glaube nicht,
                              daß Du immer irgend etwas tun mußt,
                              weil Du sonst Zeit verschwendest.
 
                              Es ist wichtig,
                              daß Du Deinen eigenen Rhythmus findest,
                              und niemals versuchst,
                              mit dem Rhythmus anderer mitzuhalten.
 
                              Dies ist, warum so vieles falsch läuft:
                              Jeder versucht, mit jedem Anderen
                              Schritt zu halten,
                              und das Tempo wird schneller und schneller
                              und das Leben unerträglich.
                              Und fällt es langsamer aus,
                              so macht das auch nicht ein Jota.

                              Eileen Caddy