Donnerstag, 9. Januar 2014





Du mußt nicht über die Meere reisen, 
mußt keine Wolken durchstoßen 
und nicht die Alpen überqueren. 

Der Weg, 
der Dir gezeigt wird, ist nicht weit. 

Du mußt Deinem Gott 
nur bis zu Dir selbst entgegengehen. 

Denn das Wort ist Dir nahe: 
Es ist in Deinem Mund und in Deinem Herzen.


Bernhard von Clairvaux


Mittwoch, 8. Januar 2014




„Ich habe keine Ahnung, was der morgige Tag bringen wird, 
also möchte ich mich darauf vorbereiten."

„Du fürchtest den morgigen Tag 
und erkennst nicht, 
dass der gestrige genauso gefährlich ist."

Anthony de Mello



Dienstag, 7. Januar 2014


Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?


 





Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich
Die ersten Nächte schlaflos verbringen
Und darauf tagelang ängstlich und kleinlich
Ganz dumme, selbstsüchtige Pläne schwingen.


Dann - hoffentlich - aber laut lachen
Und endlich den lieben Gott abends leise
Bitten, doch wieder nach seiner Weise
Das neue Jahr göttlich selber zu machen.


Joachim Ringelnatz, 1883-1934


                                                                                                                                                                       

Montag, 6. Januar 2014



 Nichts beschreibt besser die menschliche Natur 
als die Geschichte des armen Betrunkenen, 
der spät nachts außerhalb eines Parkes am Zaun rüttelt 
und schreit: „Lasst mich raus!"

Nur deine Illusionen 

hindern dich an der Erkenntnis, 
dass du frei bist - 
und es immer warst.  

Anthony de Mello

Sonntag, 5. Januar 2014




Gott war unbegreiflich, 
unnahbar, unsichtbar 
und unvorstellbar. 

Er ist Mensch geworden,
 uns nahe gekommen in einer Krippe, 
damit wir ihn sehen und begreifen können.

Bernhard von Clairvaux

Freitag, 3. Januar 2014


Endlich aufbrechen



Endlich sollten wir zum Pilgerstab greifen,

aufbrechen mit ein wenig hartem Brot in der Tasche

und in der Gesinnung der Umkehr,

damit uns wieder aufgeht, wie großartig unser Körper ist:

Tempel Gottes.



Damit niemand auf diesem harten Weg der Umkehr den Mut verliert,

möchte ich – vor allem den Schwachen – eine Geheimnis verraten:

Vertraut nicht eurem eigenen Mut, verlaßt euch nicht auf euren Willen.

Verlaßt euch auf das Gebet! …


Tugend führt nicht zum Beten,

aber Beten führt zur Tugend.


Die Bemühungen des Menschen allein,

wenn auch notwendig, sind nicht genug.


Entscheidend ist die Begegnung

des menschlichen Mühens mit dem kommenden Gott,

eine Begegnung, die nur das Gebet herbeigeführt …

Der Mensch, der klagen, weinen und beten kann

wird am Tiefpunkt seiner Schwäche

die Stärke Gottes erfahren.

Carlo Caretto