Mittwoch, 15. April 2015






                              Alle Veränderung 
                              beginnt in der Gegenwart
                              Ganz hier 
                              zu sein, 
                              heißt 
                              die Zukunft zu formen.

                              Ulrich Schaffer

Dienstag, 14. April 2015





                               Was wir ahnen,
                               kann uns stärker bestimmen,
                               als was wir wissen.

                               Ulrich Schaffer

Montag, 13. April 2015





WENN GOTT LACHT

Der indische Mystiker Ramakrishna pflegte zu sagen: Gott lacht bei zwei Gelegenheiten. 
 
Er lacht, wenn er einen Arzt zu einer Mutter sagen hört: „Haben Sie keine Angst. Ich werde den Jungen gesund machen." Gott sagt sich dann: „Ich habe vor, dem Jungen das Leben zu nehmen, und dieser Mann denkt, er könne es retten!"
 
Er lacht auch, wenn er sieht, wie zwei Brüder ihr Land unter sich aufteilen, indem sie eine Grenzlinie ziehen und sagen: „Diese Seite gehört mir und die andere dir." Er sagt sich dann: „Das Universum gehört mir, und diese beiden behaupten, Teile davon gehörten ihnen!"
 
Als ein Mann erfuhr, sein Haus sei von der Flut weggerissen worden, lachte er und sagte:
„Unmöglich! Ich habe den Hausschlüssel hier in meiner Tasche."

Anthony de Mello

Sonntag, 12. April 2015






DIE BESTEN DINGE

Die besten Dinge des Lebens sind uns geschenkt: Sehvermögen, Gesundheit, Liebe, Freiheit und das Leben selbst. Schade nur, dass wir uns an ihnen nicht recht erfreuen. 

Wir sind zu sehr von dem Gedanken belastet, dass wir nicht genug von sehr nebensächlichen Dingen besitzen: wie Geld, gute Kleider und Ruhm.

Als ich einmal zurück in meine Heimat flog, hatte das Flugzeug Verspätung, und ich war verärgert. 

Als es dann den Flughafen erreicht hatte, kreiste es fast eine halbe Stunde wegen „technischer Schwierigkeiten", wie es diskret hieß, über dem Flughafen, was uns noch mehr verspätete. 
Die halbe Stunde war voller Spannung und Sorgen. Schließlich landeten wir erleichtert. Verflogen war mein Ärger über die Verspätung. Alle waren sehr froh, sicher auf der Erde zu sein. 
Die Verspätung war nun eine dumme Kleinigkeit. Doch erst die Möglichkeit eines schweren Unfalls führte uns das vor Augen.

Ich las einmal von einem Mann, den die Nationalsozialisten gefangen hielten: der schrieb in einem Brief an seine Familie über seine große Freude, dass er von einer fensterlosen Zelle in eine andere verlegt worden war, die hoch oben ein Luftloch hatte, durch das er ein Stück blauen Himmel bei Tag und nachts ein paar Sterne erkennen konnte. Das betrachtete er als ein großes Glück.

Nachdem ich diesen Brief gelesen hatte, schaute ich aus meinem Fenster auf die ganze Weite des Himmels. 


Ich war tausendmal reicher als dieser Gefangene, 
und doch gab mir mein Reichtum nicht einmal einen Bruchteil der Freude, die jener von seinem Luftloch empfing. 
Anthony de Mello

Samstag, 11. April 2015





                Je glücklicher einer ist, 
                desto leichter
                kann er loslassen.

                D. Sölle

Freitag, 10. April 2015







                Jeder Augenblick kann
                uns verändern.
                Mit jedem Augenblick beginnt
                das Leben noch einmal.

                Ulrich Schaffer

Donnerstag, 9. April 2015





UMDENKEN (2)

Diese negativen Gefühle gibt es nur in Ihnen, nicht in der Wirklichkeit. 
Hören Sie ruhig damit auf, die Wirklichkeit ändern zu wollen.
Hören Sie damit auf, andere ändern zu wollen. 
Wir verwenden unsere ganze Zeit und Kraft auf den Versuch, äußere Umstände verändern zu wollen; 
unsere Ehefrauen, Chefs, Freunde, Feinde - eben die anderen - umzukrempeln. 
 
Wir müssen nichts ändern. Niemand und nichts auf der Welt hat die Macht, Sie unglücklich zu machen, Ihnen zu schaden oder Sie zu verletzen: kein Ereignis, keine Umstände, keine Situation, auch kein anderer Mensch. 

Aber niemand hat es Ihnen gesagt; 
vielmehr erzählte man Ihnen das Gegenteil. 

Vergessen Sie diesen Unsinn. 
Deswegen haben Sie jetzt diese Probleme; deswegen schlafen Sie. 
Man hat Sie über diese Selbstverständlichkeit im unklaren gelassen. 

Anthony de Mello