Donnerstag, 11. Juni 2015
Was bedeutet angesichts der heutigen Situation
der gute Wille einer kleinen Gruppe von Jungen und Mädchen?
Was waren im Evangelium die fünf Brot und die zwei Fische
für die fünftausend hungrigen Menschen?
Christus verlangt von uns, daß wir
alles geben und alles riskieren,
wie der Same, der in der Erde sterben muß, um Frucht zu bringen;
wie der Kaufmann alles verkauft, was er hat, um die kostbare Perle zu erwerben;
wie Petrus, der auf ein Wort von Christus hin nochmals seine Netze auswirft nach einer Nacht erfolgloser Arbeit.
Damit dieses Gleichnis nicht bloße Erinnerung bleibt,
ist es von jetzt an Aufgabe jedes einzelnen, dort wo er lebt,
in der Gemeinschaft, in der er steht, Gleichnis des Lebens für die anderen
zu sein.
Roger Schutz
Mittwoch, 10. Juni 2015
Sie kamen nicht im Glanz
von Licht und Macht.
Ich weiß nicht einmal,
ob diese deine Boten
alle Christen gewesen sind.
Ich danke dir
für diese Zeichen deiner Liebe,
diese Wunder,
für die ich nur eine Erklärung habe:
Du liebst mich,
du gibst mich nicht auf!
Ich habe keine andere,
keine "natürliche" Erklärung.
Deine Liebe zu uns,
durch Menschen und in Menschen,
ist das große Wunder,
das alle Naturgesetze übersteigt.
Zeichen erwarten Nichtchristen von uns,
Zeichen der Liebe.
Damit wieder wahr wird,
was einmal über die Christen
gesagt wurde:
"Seht, wie sie einander lieben!"
Schenke uns Liebe,
damit auch heute wieder
gesagt werden kann:
"Seht, welche Liebe sie haben!"
P. Roth
Dienstag, 9. Juni 2015
Ich weiß mich gehalten und habe darin Ruhe und Sicherheit -
nicht die selbstgewisse Sicherheit des Menschen,
der in eigener Kraft auf festem Boden steht,
sondern die süße und selige Sicherheit des Kindes,
das von einem starken Arm getragen wird -
eine, sachlich betrachtet, nicht weniger vernünftige Sicherheit.
Oder wäre das Kind „vernünftig",
das beständig in der Angst lebte, die Mutter könnte es fallen lassen?
Edith Stein
Montag, 8. Juni 2015
Lied zur Ermutigung
Lange wurdest du um die türlosen
Mauern der Stadt gejagt.
Du fliehst und streust
die verwirrten Namen der Dinge
hinter dich.
Vertrauen, dieses schwerste
A B C
Ich mache ein kleines Zeichen
in die Luft
unsichtbar,
wo die neue Stadt beginnt,
Jerusalem
die goldene
aus Nichts.
Hilde Domin
Sonntag, 7. Juni 2015
Ich werde ganz Ohr
wenn jemand wirklich mich meint.
Mancher berauscht sich nur
am Echo der eigenen Stimme,
aber aufmerksam werde ich,
wenn jemand auch Antwort aus ist.
Dann wird meine Hörbereitschaft geweckt.
Ich kann auch den Sprechenden ermutigen,
Worte zu finden, die ihr Ziel erreichen.
Otto und Felicitas Betz
Samstag, 6. Juni 2015
Freitag, 5. Juni 2015
Der Indianer Joseph Bruchac sagt einmal:
»Unsere Urgroßeltern sprachen niemals über das Beten,
aber jeder Tag ihres Lebens war ein Gebet.
Sie wussten, dass alles auf der Welt ein Geschenk des Schöpfers war, auch jeder Schluck Wasser, den sie tranken,
und die Luft, die sie atmeten.
Diese Geschenke waren von solchem Wert,
dass niemand sie zurückerstatten konnte.
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