Montag, 28. November 2016


                              Wenn ich nicht Sinn für Humor hätte,
                              hätten mich die Angriffe,
                              denen ich ausgesetzt bin,
                              schon lange umgebracht.
                              Aber ich habe einen Glauben an Gott,
                              und solange Er meine Schritte bestimmt,
                              werde ich mich  nicht um das kümmern,
                              was die Menschen von mir sagen.

                              Ich kann es auf die leichte Schulter nehmen,
                              und ich kann lachen,
                              sogar mit denen,
                              die sich über mich lustig machen.


                              Mahatma Gandhi

Sonntag, 27. November 2016


               Ich glaube,

              daß Gott uns in jeder Notlage
              soviel Widerstandkraft geben wird,
              wie wir brauchen.

              Aber er gibt sie nicht im voraus,
              damit wir uns nicht auf uns selbst,

              sondern auf ihn verlassen.


                   Dietrich Bonhoeffer

Samstag, 26. November 2016


Aufatmen

Wenn ich atme
weiten sich meine Lungen.
Ich werde groß,
ich kann mir etwas zutrauen.
Ich bekomme Zuversicht und Kraft.

Wenn ich ausatme,
sinke ich zusammen.
Ich gebe meine
straffe Haltung auf
und werde klein
und unscheinbar.

Wenn ich atme,
bekomme ich
Kraft geschenkt.
Wenn ich den Atem hergebe,
muß ich mich selbst hergeben.
So wechsle ich
zwischen Kraft und Schwäche,
zwischen Aufrichten und Zusammensinken,
zwischen Nehmen und Geben
und lerne das LEBEN.


Felicitas und Otto Betz

Freitag, 25. November 2016


Das große Geheimnis
mit Sorgen
fertig
zu werden
besteht darin,
als beherrschende geistige Haltung
Glauben
an die Stelle von
Angst
zu setzen.

Zwei große Kräfte in dieser Welt
sind mächtiger als alle andere:

Angst und Glaube.

Und
 der Glaube
ist stärker
als die Angst.

Norman Vincent Peale

Donnerstag, 24. November 2016


Zeit haben

Sind Ihnen nicht auch Menschen bekannt,
die immer Zeit haben?
Sie sind ruhig und gelassen,
sie haben oft viel zu tun
und leisten nicht wenig.
Dabei kann es vorkommen,
daß sie mit jenem weisen Mann sagen:
"Ich habe so viel zu tun,
ich gehe schlafen."
Ja, sie nehmen sich Zeit zum Schlafen,
aber nicht nur zum Schlafen.
Sie nehmen sich immer wieder ausdrücklich Zeit zum Innehalten, zur Besinnung.

Von Martin Luther stammt der Ausspruch:
"Ich habe heute viel zu tun,
darum muß ich heute viel beten."
Ein paar Tage vielleicht im Monat,
ein paar Stunden in der Woche,
ein paar Minuten jeden Tag.
Und in diesen Stunden und Minuten stellen sie sich gleichsam außerhalb der Zeit,
sie stehen über der Zeit
und über ihrer Arbeit,
sie erhalten Distanz.
Sie haben immer Zeit,
weil sie sich gelegentlich Zeit nehmen.

Sie haben Zeit, nicht die Zeit hat sie.


Niklaus Brantschen

Mittwoch, 23. November 2016



DIE GUTE NACHRICHT


Ich stelle mir vor, ich hätte nur noch ein paar Tage zu le­ben. ..
Ich darf mir einen oder zwei Menschen wählen, mit denen ich diese letzten Tage verbringe.
Ich treffe die schwie­rige Wahl... dann spreche ich mit diesem Menschen und erkläre ihm, warum ich ihn gewählt habe. . .
Zum letzten Male habe ich Gelegenheit, auf Menschen zuzugehen, die mir unsympathisch oder gleichgültig waren. Wenn ich das fertig bringe: was sage ich einem jeden jetzt, da ich fühle, dass ich an der Schwelle der Ewigkeit stehe?  ..,

Eines Tages bin ich allein in meinem Zimmer und denke an all das in meinem Leben, wofür ich besonders dankbar bin . . . und worauf ich stolz bin. . . Dann wende ich mich den Dingen zu, die ich bereue und am liebsten ungeschehen machte. .. besonders meine Sünden. . .

Während ich mich damit befasse, kommt Jesus herein.
Seine Nähe bringt mir selige Freude und Frieden... Ich er­zähle ihm einiges aus meinem Leben, was mir Leid tut. . .
Er unterbricht mich mit den Worten: "All das ist vergeben und vergessen. Weißt du nicht, dass die Liebe das Böse nicht nachträgt?" (1 Kor 13,5).
Dann fährt er fort: "Deine Sünden sind tatsächlich nicht nur vergeben, sie sind sogar in Gnade verwandelt worden. Hast du denn nie gehört, dass da, wo die Sünde groß, die Gnade übergroß ist?" (Röm 5,21).
Das klingt für mein armes, furchtsames Herz zu wunder­bar, um wahr zu sein. Da höre ich ihn sagen: "Ich bin so zufrieden mit dir, ich bin dir so dankbar. . ." Ich fange an zu protestieren, dass in meinem Leben nichts ist, was ihn so zufrieden und dankbar machen könnte. Er sagt: "Du wärest sicher einem Menschen, der für dich nur ein wenig von dem getan hätte, was du für mich getan hast, unaussprechlich dankbar. Meinst du, ich hätte weniger Herz als du?"

So lehne ich mich zurück und lasse mich von seinen Wor­ten treffen...
und mein Herz jubelt vor Freude, dass ich einen solchen Gott habe!

Anthony de Mello

Dienstag, 22. November 2016


DIE EINFACHEN DINGE DES LEBENS (2)

Wenn Sie das Leben und die einfachen Sinnesfreuden wirklich genießen würden - 

Sie wären überrascht.
 

Sie würden die außergewöhnliche Disziplin eines Tieres entwickeln.
Ein Tier isst niemals zuviel, 

in seiner natürlichen Umgebung wird es nie zu dick.
Es wird niemals etwas essen oder trinken, das seiner Gesundheit schaden könnte: 

Sie würden nie ein Tier Zigaretten rauchen sehen. 

Es bewegt sich soviel, wie es braucht - 
beobachten Sie einmal Ihre Katze nach ihrer Mahlzeit, 
sehen Sie, wie sie sich ausruht 
und wie sie mit einem Sprung wieder in Aktion ist, 
sehen Sie, wie geschmeidig ihre Glieder und wie lebendig ihr Körper ist.
 

Das haben wir verloren. 
Wir sind nur noch kopfgesteuert, 
haben uns in unseren Ideen und Idealen verloren, 
und ständig heißt es: weiter, weiter.
 

Auch stehen wir in einem inneren Konflikt, den Tiere nicht haben. 

Wir machen uns selbst immer wieder Vorwürfe 
und plagen uns mit Schuldgefühlen. 

Sie werden wissen, wovon ich spreche.

Anthony de Mello