Mittwoch, 4. Januar 2017




Reich sein
an Freude
hängt
nicht von Reichtum,
nicht von Armut ab,



sondern



von einem genügsamen
und zufriedenen Herzen. 
Jeremias Gotthelf

Dienstag, 3. Januar 2017






                               Von guten Mächten wunderbar geborgen, (2)
                               erwarten wir getrost, was kommen mag.
                               Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
                               und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
                               Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
                               die du in unsere Dunkelheit gebracht.
                               Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
                               Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

                               Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
                               so laß uns hören jenen vollen Klang der Welt,
                               die unsichtbar sich um uns weitet,
                               all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

                               Von guten Mächten treu und still umgeben,
                               behütet und getröstet wunderbar.
                               So will ich diese Tage mit euch leben
                               und mit euch gehen in ein neues Jahr.

                                   Dietrich Bonhoeffer

Montag, 2. Januar 2017






                  Von guten Mächten wunderbar geborgen, (1)
                  erwarten wir getrost, was kommen mag.
                  Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
                  und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
                  Noch will das Alte unsere Herzen quälen,
                  noch drückt uns böser Tage schwere Last.
                  Ach, Herr, gib unseren aufgescheuchten Seelen
                  das Heil, für das du uns bereitet hast.

                  Und reichst du uns den schweren Kelch,
                  den bittren des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
                  so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
                  aus deiner guten und geliebten Hand.

                  Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
                  an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
                  dann woll'n wir des Vergangenen gedenken
                  und dann gehört dir unser Leben ganz.

                  Dietrich Bonhoeffer

Sonntag, 1. Januar 2017








Meine Zeit steht in deinen Händen 

Text und Melodie: Peter Strauch

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir. 
Sorgen quälen und werden mir zu groß.
Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein?
Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los.
Vater, du wirst bei mir sein. 

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir. 
Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb
nehmen mich gefangen, jagen mich.
Herr ich rufe: Komm und mach mich frei!
Führe du mich Schritt für Schritt. 

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir. 
Es gibt Tage die bleiben ohne Sinn.
hilflos seh ich wie die Zeit verrinnt.
Stunden, Tage, Jahre gehen hin,
und ich frag, wo sie geblieben sind. 

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

Samstag, 31. Dezember 2016

Spoleto - Ponte delle torri 


Ich sagte zu dem Engel,
der das alte mit dem neuen Jahr verband:
"Gib mit ein Licht, damit ich festen Schrittes
in die Ungewißheit des neuen Jahres schreiten kann."

Aber er antwortete mir:
"Geh hinein in die Ungewißheit und
lege deine Hand in Gottes Hand;
das ist mehr wert
als ein Licht und sicherer, als den Weg zu wissen."

Leitwort eines chinesischen Christen

Freitag, 30. Dezember 2016






DIE GUTE NACHRICHT

Ich stelle mir vor, ich hätte nur noch ein paar Tage zu le­ben. ..
Ich darf mir einen oder zwei Menschen wählen, mit denen ich diese letzten Tage verbringe.
Ich treffe die schwie­rige Wahl... dann spreche ich mit diesem Menschen und erkläre ihm, warum ich ihn gewählt habe. . .
Zum letzten Male habe ich Gelegenheit, auf Menschen zuzugehen, die mir unsympathisch oder gleichgültig waren. Wenn ich das fertig bringe: was sage ich einem jeden jetzt, da ich fühle, dass ich an der Schwelle der Ewigkeit stehe?  ..,

Eines Tages bin ich allein in meinem Zimmer und denke an all das in meinem Leben, wofür ich besonders dankbar bin . . . und worauf ich stolz bin. . . Dann wende ich mich den Dingen zu, die ich bereue und am liebsten ungeschehen machte. .. besonders meine Sünden. . .

Während ich mich damit befasse, kommt Jesus herein.
Seine Nähe bringt mir selige Freude und Frieden... Ich er­zähle ihm einiges aus meinem Leben, was mir Leid tut. . .
Er unterbricht mich mit den Worten: "All das ist vergeben und vergessen. Weißt du nicht, dass die Liebe das Böse nicht nachträgt?" (1 Kor 13,5).
Dann fährt er fort: "Deine Sünden sind tatsächlich nicht nur vergeben, sie sind sogar in Gnade verwandelt worden. Hast du denn nie gehört, dass da, wo die Sünde groß, die Gnade übergroß ist?" (Röm 5,21).
Das klingt für mein armes, furchtsames Herz zu wunder­bar, um wahr zu sein. Da höre ich ihn sagen: "Ich bin so zufrieden mit dir, ich bin dir so dankbar. . ." Ich fange an zu protestieren, dass in meinem Leben nichts ist, was ihn so zufrieden und dankbar machen könnte. Er sagt: "Du wärest sicher einem Menschen, der für dich nur ein wenig von dem getan hätte, was du für mich getan hast, unaussprechlich dankbar. Meinst du, ich hätte weniger Herz als du?"

So lehne ich mich zurück und lasse mich von seinen Wor­ten treffen...
und mein Herz jubelt vor Freude, dass ich einen solchen Gott habe!

Anthony de Mello

Donnerstag, 29. Dezember 2016








Manchmal ist gerade das Unnötige nötig,
das Zweckfreie befreiend
und das Unscheinbare besonders schön.

Ulrich Schaffer