Mittwoch, 7. August 2019






Mach es wie der Vogel,
der nicht aufhört zu singen,
auch wenn der Ast bricht.
Denn er weiß,
daß er Flügel hat.


Don Bosco



Dienstag, 6. August 2019





Gott, der nicht im Mikroskop zu finden war, rückt uns bedrohlich in die Rechnung;
wer ihn nicht denken muß, hat aufgehört zu denken.

Max Frisch

Montag, 5. August 2019




 Ich sehe den Bäumen die Stürme an,
die aus laugewordenen Tagen 
an meine ängstlichen Fenster schlagen,
und höre die Fernen Dinge sagen, 

die ich nicht ohne Freund ertragen,
nicht ohne Schwester lieben kann.
Da geht der Sturm, ein Umgestalter, 
geht durch den Wald und durch die Zeit,
und alles ist wie ohne Alter:
die Landschaft, wie ein Vers im Psalter, 
ist Ernst und Wucht und Ewigkeit.

Wie ist das klein, womit wir ringen, 

was mit uns ringt, wie ist das groß;
ließen wir, ähnlicher den Dingen, 

uns so vom großen Sturm bezwingen -
wir würden weit und namenlos.
Was wir besiegen, ist das Kleine, 
und der Erfolg selbst macht uns klein.

Das Ewige und Ungemeine will nicht von uns gebogen sein.


Das ist der Engel, 

der den Ringern des Alten Testaments erschien:
wenn seiner Widersacher Sehnen im Kampfe sich metallen dehnen,
fühlt er sie unter seinen Fingern wie Saiten tiefer Melodien.


Wen dieser Engel überwand,
welcher so oft auf Kampf verzichtet, 
der geht gerecht und aufgerichtet
und groß aus jener harten Hand, 

die sich wie formend an ihn schmiegte.

Die Siege laden ihn nicht ein. 

Sein Wachstum ist:
der Tiefbesiegte von immer Größerem zu sein.
Rainer Maria Rilke

Sonntag, 4. August 2019

Samstag, 3. August 2019

Freitag, 2. August 2019







Macht uns ein Kummer zu schaffen,
komme er nun von außen oder von innen,
so gilt es,
ihn gelassen anzunehmen.

Erreicht uns aber die Freude,
so wollen wir auch sie 
ebenso gelassen annehmen.



Franz von Sales

Donnerstag, 1. August 2019








                              Ohne Wegspur

                              Keine Wegspur im Sand
                              Freund, was beschleicht
                              dich die Angst?

                              Du mußt doch gehen,
                              ob du lachst, ob du weinst,
                              ob du bangst.

                              Was kann Dir gescheh‘n?

                              Dich hält Deines Gottes Hand.
                              Sie bringt dich ans Ziel,
                              auch ohne Wegspur im Sand.