Zart, aber bestimmt,
vorsichtig, aber entschieden,
so gelangen wir in Neuland,
in dem wir leben können.
Ulrich Schaffer
Dienstag, 21. April 2015
UNSICHERHEIT
Jeder
hat dann und wann Gefühle, die als Unsicherheit bekannt sind. Sie
fühlen sich unsicher wegen der Summe des Geldes, das Sie bei der Bank
haben, wegen der Summe der Zuneigung, die Ihnen Ihr Freund zukommen
lässt oder wegen der Art Ihrer Ausbildung, die Sie genossen haben. Auch
fühlen Sie sich unsicher wegen Ihrer Gesundheit, Ihres Alters, Ihres
Aussehens.
Würde
man Ihnen die Frage stellen: „Warum fühlen Sie sich denn unsicher?",
würden Sie höchstwahrscheinlich die falsche Antwort geben. Sie werden
vielleicht sagen: „Ich werde von einem Freund nicht genug geliebt" oder:
„Ich habe nicht die akademische Ausbildung, die ich brauchte", oder
etwas Ähnliches. Mit anderen
Worten: Sie werden die Aufmerksamkeit auf einen äußeren Umstand lenken
und nicht merken, dass Gefühle der Unsicherheit nicht durch etwas
verursacht werden, was nicht außerhalb von Ihnen liegt, sondern nur
durch Ihre vorgegebenen schematischen Gefühlsabläufe, durch etwas, was
Sie sich selbst einreden.
Wenn
Sie Ihr Denkschema wechseln, sind Ihre Gefühle der Unsicherheit im
Handumdrehen verschwunden, obwohl alles um Sie herum genauso ist wie
vorher. Der eine fühlt sich auch ohne Geld auf der Bank ganz sicher, der
andere fühlt sich unsicher, obwohl er Millionen besitzt. Nicht
die Menge des Geldes, sondern Ihr Denkschema macht den Unterschied.
Der eine hat praktisch keine Freunde, ist sich aber der Liebe der
Menschen völlig sicher. Ein anderer fühlt sich selbst bei der
besitzergreifendsten und ausschließlichsten Beziehung unsicher. Wieder
bildet das Denkschema den Unterschied.
Anthony de Mello
Montag, 20. April 2015
Es gibt etwas, das sogar Gott nicht kann", sagte der Meister zu einem Schüler, der fürchtete, jemanden zu kränken. „Was?" „Er kann nicht jeden zufriedenstellen", sagte der Meister.
Anthony de Mello
Sonntag, 19. April 2015
Aus der Nacht meines Vertrauens
aus der Tiefe
rufe ich
zu Dir.
Ich rufe einen Menschen,
sprechen müßte ich jetzt können.
Oder weinen.
Oder schweigen.
Aber die Wege ins Innen sind zertrampelt,
der Du-Raum ist entblößt.
Wo Gemeinschaft war,
ein leeres Flußbett.
Irgendwo
auf einer Sandbank
ist mein Herz liegen geblieben.
Allein.
Wund.
Todestraurig.
Niemand kann helfen
Vertrauen und Freude bluten aus.
Ich rufe einen Menschen, einen Freund:
ganz schwach ist der Ausschlag des Hoffens.
Können wir einander Freunde sein?
Dann müßte ich den Mut haben,
von innen aufzubrechen,
was außen verkrustet war...
Diese Wege neu begehen?
Das Ödland neu bestellen?
Samstag, 18. April 2015
Erst
wenn wir uns
wie ein Vogel
in den Aufwind
DEINES Atems
stürzen,
können wir von
DEINEM Geist
getragen werden.
Kyrilla Spiecker
Freitag, 17. April 2015
Der
Mensch ohne den Mitmenschen ist nicht der Mensch, sondern das Gespenst des Menschen.
K. Barth
Donnerstag, 16. April 2015
fragendes fü(h)rwort
wer bin ich warum bin ich wie bin ich wo ich doch nicht so war was bin ich geworden wie lange werde ich sein wem werde ich was gewesen sein wie oft werde ich noch werden wann werde ich sagen ich bin woher wissen wie das ist wen fragen wie das sein wird wohin gehen was zu werden wessen verlust gewesen zu sein warum geworden warum nicht anders geworden wem sage ich das R.O.Wiemer